Nadelstichverletzungen
Eine unterschätzte Gefahr im Gesundheitswesen
Die häufigsten Ursachen für Nadelstichverletzungen:
Bestimmte Tätigkeiten bergen ein hohes Risiko für Nadelstichverletzungen und für den einzelnen Beschäftigten (Arzt, Pflege- oder Reinigungskaft) ist es entscheidend, wie häufig er solche Tätigkeiten ausführt. Die Unfallhäufigkeit hängt jedoch nicht nur von der Arbeit, sondern auch von den Arbeitsumständen ab.
Die häufigsten Ursachen im Überblick:
- Stressbedingt (Nachtdienst, Versorgung von Notfällen, Arbeiten in engen Räumen)
- Falsches Handling (Recapping, Entfernen und Entsorgen der Kanüle mit der Hand)
- Entsorgungsfehler (Überfüllter oder unzulässiger Entsorgungsbehälter)
- Fremdverschulden (Unruhiger Patient, Unaufmerksamkeit bei der Instrumentenübergabe)
- Unwissenheit/Mangelnde Übung (Berufsanfänger oder -wiedereinsteiger)
Präventionsmaßnahmen zur Vermeidung von Nadelstichverletzungen:
Die Schutzmaßnahmen zur Prävention von Nadelstichverletzungen gliedern sich in technische, organisatorische und personenbezogene Maßnahmen. Sie werden anhand einer Gefährdungsbeurteilung aufgestellt. Je höher die Gefährdung, desto mehr Schutzmaßnahmen müssen getroffen werden.
Folgende Präventionsmaßnahmen können getroffen werden:
- Verwendung sicherer Instrumente (Sicherheitsgeräte)
- Durchführung von Schulungen zum Umgang mit Sicherheitsgeräten
- Festlegung sicherer Arbeitsabläufe
- Bereitstellung von Kanülenabwurfbehältern
- Tragen von Schutzkleidung Durchführung von Impfungen (Hepatitis B)